Warum LinkedIn die #1-Plattform für B2B ist
Während Instagram und TikTok für Lifestyle und Unterhaltung stehen, ist LinkedIn das geschäftliche Wohnzimmer des Internets. Hier treffen sich Entscheider, Fachkräfte und Branchenexperten – und genau das macht die Plattform für mittelständische B2B-Unternehmen so wertvoll.
Die Zahlen sprechen für sich:
- 22+ Millionen Nutzer im DACH-Raum
- 4 von 5 LinkedIn-Mitgliedern beeinflussen Geschäftsentscheidungen in ihrem Unternehmen
- 80 % der B2B-Leads aus Social Media kommen über LinkedIn
- Die organische Reichweite ist deutlich höher als auf anderen Plattformen
Für Ingenieurbüros, IT-Systemhäuser, Architekturbüros und andere Dienstleister im Mittelstand ist LinkedIn keine Option mehr – es ist Pflicht.
Schritt 1: Dein Unternehmensprofil optimieren
Bevor du auch nur einen Beitrag veröffentlichst, muss dein Unternehmensprofil sitzen. Es ist deine digitale Visitenkarte – und oft der erste Eindruck, den potenzielle Kunden von dir bekommen.
Die wichtigsten Elemente
- Profilbild / Logo: Verwende dein Firmenlogo in hoher Auflösung. Kein Foto, das abgeschnitten oder verpixelt ist.
- Titelbild: Nutze das Titelbild als Werbefläche. Zeig dein Leistungsversprechen, ein aktuelles Projekt oder dein Team. Maße: 1128 x 191 Pixel.
- Slogan: In 120 Zeichen auf den Punkt: Was machst du, für wen? Beispiel: „IT-Lösungen für den Mittelstand | Managed Services, Cloud & Security"
- Info-Bereich: Hier hast du 2.000 Zeichen. Beschreibe klar, welches Problem du löst, für wen, und was dich unterscheidet. Vermeide Floskeln.
- Call-to-Action-Button: Wähle „Website besuchen" oder „Kontaktieren" – und hinterlege den richtigen Link.
Bitte alle Mitarbeiter, das Unternehmen als Arbeitgeber in ihrem persönlichen Profil zu hinterlegen. So wird dein Unternehmensprofil automatisch mit den persönlichen Profilen verknüpft – und deine Reichweite steigt.
Schritt 2: Die richtige Content-Strategie
Viele Unternehmen scheitern auf LinkedIn nicht am fehlenden Profil, sondern am fehlenden Plan. Ohne Content-Strategie postest du mal hier, mal da – und wunderst dich, warum nichts passiert.
Die 4 Content-Säulen für B2B-Unternehmen
1. Expertise zeigen (40 % deiner Beiträge)
Teile Fachwissen, das deine Zielgruppe wirklich weiterbringt. Keine allgemeinen Weisheiten, sondern konkrete Einblicke aus deiner täglichen Arbeit. Ein Ingenieurbüro könnte über typische Planungsfehler schreiben, ein IT-Systemhaus über aktuelle Sicherheitsbedrohungen.
2. Referenzen und Projekte (25 %)
Zeig, was du kannst. Abgeschlossene Projekte, Vorher-Nachher-Vergleiche, technische Herausforderungen und wie du sie gelöst hast. Das schafft Vertrauen und macht deine Kompetenz greifbar.
3. Einblicke hinter die Kulissen (20 %)
Menschen wollen von Menschen kaufen. Zeig dein Team bei der Arbeit, auf Messen, bei Teamevents. Feiere Jubiläen und neue Mitarbeiter. Das macht dein Unternehmen nahbar und sympathisch.
4. Meinung und Positionierung (15 %)
Nimm Stellung zu Branchentrends, neuen Regularien oder Entwicklungen in deinem Markt. Klare Meinungen sorgen für Diskussion – und Diskussion sorgt für Reichweite.
Wie oft solltest du posten?
Die ideale Frequenz für mittelständische Unternehmen liegt bei 2 bis 3 Beiträgen pro Woche. Das ist genug, um im Feed deiner Zielgruppe präsent zu sein, ohne inflationär zu wirken.
Wichtig: Konsistenz schlägt Frequenz. Lieber dauerhaft zweimal die Woche als drei Wochen täglich und dann Funkstille.
Schritt 3: Beiträge, die wirklich funktionieren
Der LinkedIn-Algorithmus belohnt Beiträge, die Interaktion erzeugen. Hier sind die Formate, die für B2B-Unternehmen am besten funktionieren:
Text-Posts mit Mehrwert
Der Klassiker – und immer noch am effektivsten. Schreib Beiträge, die ein konkretes Problem deiner Zielgruppe ansprechen und eine Lösung oder einen Denkanstoß bieten. Optimal: 800 bis 1.300 Zeichen.
Karussell-Posts (Dokumente)
PDF-Dokumente, die als Slideshow durch geswiped werden, erzielen überdurchschnittliche Reichweiten. Nutze sie für Checklisten, Schritt-für-Schritt-Anleitungen oder Projekt-Showcases.
Bilder und Infografiken
Authentische Fotos von Projekten, deinem Team oder von Events funktionieren hervorragend. Vermeide Stock-Fotos – LinkedIn-Nutzer erkennen sie sofort und scrollen weiter.
Polls (Umfragen)
Umfragen sind ein einfacher Weg, Interaktion zu erzeugen. Stell eine relevante Frage zu einem Branchenthema – und teile deine Meinung in den Kommentaren.
Die ersten 2 bis 3 Zeilen entscheiden, ob jemand „Mehr anzeigen" klickt. Starte mit einer provokanten These, einer überraschenden Zahl oder einer direkten Frage. Nie mit „Wir freuen uns, mitteilen zu können..."
Schritt 4: Persönliche Profile als Reichweiten-Booster
Hier liegt das größte ungenutzte Potenzial: Persönliche Profile haben auf LinkedIn 5 bis 10 Mal mehr Reichweite als Unternehmensseiten.
Ermutige deine Geschäftsführung und wichtige Mitarbeiter, selbst aktiv zu werden. Sie müssen keine eigenen Beiträge schreiben – schon das Teilen und Kommentieren der Unternehmensbeiträge vervielfacht die Reichweite enorm.
Idealerweise postet der Geschäftsführer oder ein fachlicher Experte regelmäßig unter eigenem Namen. Ein persönlicher Beitrag eines Ingenieurs, der über eine knifflige Projektherausforderung schreibt, erreicht oft zehnmal mehr Menschen als derselbe Inhalt von der Firmenseite.
Schritt 5: Netzwerk strategisch aufbauen
Content allein reicht nicht. Du brauchst auch das richtige Netzwerk, damit deine Beiträge die richtigen Menschen erreichen.
- Vernetze dich gezielt mit Entscheidern aus deiner Zielbranche – immer mit einer persönlichen Nachricht.
- Tritt relevanten Gruppen bei und beteilige dich an Diskussionen.
- Kommentiere Beiträge anderer – und zwar substanziell, nicht nur mit „Toller Beitrag!". Ein guter Kommentar kann mehr Sichtbarkeit bringen als ein eigener Post.
- Reagiere auf Kommentare unter deinen eigenen Beiträgen. Der Algorithmus belohnt Interaktion – besonders in der ersten Stunde nach Veröffentlichung.
Schritt 6: Ergebnisse messen
Was du nicht misst, kannst du nicht verbessern. LinkedIn bietet für Unternehmensseiten solide Analytics. Achte auf diese Kennzahlen:
- Impressionen: Wie viele Menschen sehen deine Beiträge?
- Engagement-Rate: Wie viel Prozent davon interagieren (Likes, Kommentare, Shares)?
- Follower-Wachstum: Wächst deine Community stetig?
- Website-Klicks: Kommen Besucher über LinkedIn auf deine Website?
- Profilbesuche: Schauen sich Menschen dein Unternehmensprofil an?
Überprüfe diese Werte monatlich und passe deine Strategie an. Welche Themen funktionieren am besten? Welche Formate erzeugen die meiste Interaktion? Mehr davon.
Die häufigsten Fehler auf LinkedIn – und wie du sie vermeidest
- Nur Eigenwerbung: Niemand folgt einer Seite, die nur über sich selbst spricht. Die 80/20-Regel: 80 % Mehrwert, 20 % Eigenwerbung.
- Unregelmäßigkeit: Einmal im Monat posten bringt nichts. Der Algorithmus belohnt Konsistenz.
- Corporate-Sprache: Schreib, wie du sprichst. Auf LinkedIn funktioniert Klartext besser als Marketing-Deutsch.
- Keine Interaktion: Social Media heißt „sozial". Posten und verschwinden funktioniert nicht. Kommentiere, antworte, vernetze dich.
- Fehlende Strategie: Ohne Plan postest du reaktiv statt proaktiv. Erstelle einen einfachen Redaktionsplan – das spart Zeit und sorgt für Konsistenz.
Fazit: LinkedIn ist dein digitaler Vertriebskanal
Für mittelständische B2B-Unternehmen ist LinkedIn weit mehr als ein soziales Netzwerk. Es ist ein Vertriebskanal, ein Recruiting-Tool und eine Bühne für deine Expertise – alles in einem.
Der Schlüssel zum Erfolg liegt nicht in perfekten Beiträgen, sondern in Konsistenz, Authentizität und einem klaren Plan. Fang mit den Grundlagen an, bleib dran, und die Ergebnisse werden kommen.
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